Sorranto

Die Kathedrale (Duomo)

Die neoklassizistische Fassade.

Glockenturm

Wenn man direkt unter dem Campanile (Glockenturm) steht, der übrigens ins 11. Jh. datiert, sieht man, dass in die Mauern des Turmes zwei Altarsteine eingemauert sind. Eine römische Opferkanne verrät, dass es sich um heidnische Opfersteine handelt. Damit versuchte man schon in frühchristlicher Zeit den Geist der alten Religion zu bannen. Die erwähnten vier Säulen stammen ebenfalls aus römischen Tempeln.

Im Inneren des Doms

Der Dom SS.Filippo e Giacomo wurde wahrscheinlich in der 2.Hälfte des 15.Jhd. anstelle einer älteren Kirche errichtet und später mehrfach restauriert. Die neugotische Einfassungsfassade entstand 1923-1926. Sehenswert sind die Intarsienarbeiten an der inneren Pforte. Diese Intarsienarbeiten entstanden erst 1990 und zeigen Szenen aus der Geschichte von Sorrent. Traumatisch für die Bevölkerung waren offensichtlich die zahlreichen Überfälle von Sarazenen. Bemerkenswert sind auch die dreischiffige Pfeilerbasilika, der Bischofsthron im Mittelschiff, die Deckenbilder und das intarsierte Chorgestühl.

Das römische Kapitel wurde im Campanile eingebaut.

Über die Christianisierung gibt es nicht viele Dokumente. Man kennt die Namen von neun Maryrerrn, die in Sorrent für ihren Glauben starben. Es gibt dafür viele Legenden. So soll der hl. Petrus, der in Pozzuoli an Land ging, auch nach Sorrent gekommen sein und eine Kirche gegründet haben, die heute S. Pietro a Mele heißt und sich oberhalb der Stadt befindet. Die Stadt wurde bald Sitz eines Bischofs, dann eines Erzbischofs. Unter den Bischöfen der Stadt sind vier Heilige: S. Renatus, S.Valerius, S. Athanasius und S. Bacculus.