Sorranto

S.Antonino

Das Hauptschiff

Die Kirche des hl. Antoninus (S.Antonino)

Der Platz

Nach der letzten großen Cholera-Epidemie haben die Einwohner das Denkmal auf dem Vorplatz der Kirche durch Spenden errichten lassen.

Die Basilika wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Davor stand hier eine einfache Kapelle, in denen die Gebeine des Heiligen ruhten. Die Säulen und Kapitelle zeigen, dass hier die Ruinen der vielen römischen Villen ausgebeutet wurden.

Votivgabe eines Schiffsbrüchigen

In der Kirche findet sich im Mittelschiff über den Bogen ein Gemäldezyklus über das Leben des Heiligen. Das erste Bild links zeigt den Heiligen, wie er ein Kind errettet, das von einem Seemonster verschluckt worden war. Das eindruckvollste Bild ist jedoch das Gemälde von Giovanni Bernardo Lama, das die Plünderung der Stadt im Jahre 1648 zeigt. Der Maler ist Giacomo Del Po. Vor dem Altar finden wir einen herrlichen Fußboden aus Majolika. In einer Seitenkapelle eine Neapolitanische Krippe aus dem 17. Jahrhundert.

Die Krypta

Die Krypta

In der Krypta, die von 1753 stammt, ruhen die Gebeine des Heiligen, der der Schutzpatron der ganzen Region Campania ist. Hier zeigt sich, welche Kontinuität in bestimmten Bereichen heidnischer und christlicher Frömmigkeit herrscht. Wie in antiker Zeit im Tempel so wird heute in der Kirche die Nachbildung des Körperteils aufbewahrt, der nach Meinung des Gläubigen durch das Wirken des Gottes bzw. Heiligen geheilt wurde. So findet man hier Nachbildungen von Augen, Ohren, Armen, Brust, Leber, Bauch, Niere etc. Bei Gelübden, die sich nicht auf die Heilung von Krankheiten beziehen, erfolgt die Spende eines Herzens oder einer Uhr, des wertvollsten Besitzes, den die Armen in früheren Zeiten hatten. In der Vitrine links vom Altar sieht man fünf Herzen, die von einem Widerstandskämpfer stammen, der ins KZ kommen sollte, aber durch die Fürsprache des hl.Antoninus -miracolosamente- errettet wurde. An der Rückwand der Krypta hängen Bilder von Schiffbrüchigen, die der Heilige aus Seenot errettete. Vor der Zeit des Nachkriegstourismus fuhren viele Sorrentiner zur See.

Im Vorraum der Kirche hängen zwei Rippen eines Walfisches. Sie erinnern an das bekannteste Wunder des hl. Antoninus. Man erzählt, dass ein Seeungeheuer ein Kuínd verschluckt habe und dass der Heilige es wieder aus dem Rachen des Monsters gezogen habe.