Sorranto

Der Wein von Sorrent

Der Surrentum

Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass die von den Römern bevorzugten Weine fast alle aus Süditalien kamen. Dies waren der Falerner, der Gauranum, (beide aus der Campania), der Cremissa aus Kalabrien (heute Cirò) und eben der Surrentum. Heute dagegen sind es die Weine der Toskana (Brunello, Montalcino, Chianti) und des Piemont (Barolo, Gattinara, Barbaresco etc.), die den Ruhm des Weinlandes Italien begründen. Warum dies so ist, liegt in der geschichtlichen und sozialen Entwicklung begründet. In Mittel- und Norditalien entwickelte sich schon früh im 13. Jahrhundert ein Bürgertum, das sich von den feudalistischen Strukturen freimachte und Träger des Humanismus und der Renaissance wurde. Süditalien blieb jedoch weiterhin ein landwirtschaftlich ausgerichtetes Gebiet mit feudalistischen Herrschaftsstrukturen. Träger der Kultur, und die Weinkultur ist Teil der Kultur, ist jedoch immer das gebildete Bürgertum. Der Bauer trinkt nur seinen eigenen Wein, während der Bürger der Stadt Freude am Genuss verschiedener Weine findet. Erst in den letzten Jahren hat sich in Süditalien eine eigene Weinkultur gebildet. Ehrgeizige Winzer und Genossenschaften in Sizilien und der Campania haben gezeigt, dass das Gebiet sehr gut zum Anbau des Weines taugt, dass es aber bisher nur am Willen zur Qualität mangelte.

Zitronen statt Wein

Dass es in Sorrent zum Niedergang des Weinbaus kam, hat noch einen anderen Grund: im 18. Jahrhundert entdeckte man, dass das in den Zitronen enthaltene Vitamin C das beste Mittel zur Vermeidung des Skorbut ist. Skorbut war jahrhundertelang die Geißel der Seefahrt; eine Krankheit, die auf Vitaminmangel zurückzuführen ist, und deren Folgen der Ausfall der Zähne und Haare war. Es waren die Engländer, die damals die Zitronen auf der Halbinsel von Sorrent kauften und ihre Seeleute zwangen, jeden Tag eine davon zu essen. Seit damals haben englische Seeleute den Spitznamen limies (von lemon = Zitrone). Es war klar, dass sich damals die Landwirtschaft auf den Anbau von Zitronen konzentrierte, was auf Kosten des Weinbaus ging. Auch heute noch spielt der Weinbau auf der Halbinsel von Sorrent eine eher untergeordnete Rolle.

Antike

Tatsächlich hatte der Wein aus Sorrent in der Antike einen ausgezeichneten Ruf, denn die Römer hatten entdeckt, dass die Campania Felix mit ihrem fruchtbaren Boden exzellente Tropfen hervorbrachte. Diese Weine waren so angesehen, dass sie in alle Ecken des damaligen Imperiums exportiert wurden. Wir wissen darüber so gut Bescheid, weil die Hersteller der Amphoren ihr Siegel in diese Tongefäße drückten. Das Zentrum des Weinhandels - auch für die Produkte aus Sorrent - war damals Pompeji. Wir wissen, dass dort einige höchst erfolgreiche Weinhändler ihre Kontore besaßen. Zeugnisse davon sind das großartige Haus der Vettier, denen der Weinhandel zu solchem Erfolg verholfen hatte, und die großzügigen Spenden eines Holconius Rufus, dessen Ehrenstatue wir im Museum von Neapel bewundern können. Erst kürzlich hat man wieder eine Ladung von Amphoren auf dem Meeresboden entdeckt, die alle aus Sorrent stammten. Vertrieben wurden sie von der Familie Lassii, einer alteingesessenen oskischen Familie. Der Weinbau in Sorrent wurde jedoch nicht erst von den Römern, sondern schon von den Griechen im 6. Jh. v.Chr. eingeführt. Noch heute gibt es zwei Reben, die man linguistisch auf die Griechen zurückführen kann. Da ist zum einen die Rebe greco, eine Traube, die die Basis des berühmten Weißweins Greco del Tufo abgibt, der im Hinterland von Avellino angebaut wird. Die entsprechende Rotweintraube heißt “Aglianico”; sie ist sprachlich eine Verballhornung von “hellenikon - ellenikon”, d.h. die “griechische”.

Antike

Tatsächlich hatte der Wein aus Sorrent in der Antike einen ausgezeichneten Ruf, denn die Römer hatten entdeckt, dass die Campania Felix mit ihrem fruchtbaren Boden exzellente Tropfen hervorbrachte. Diese Weine waren so angesehen, dass sie in alle Ecken des damaligen Imperiums exportiert wurden. Wir wissen darüber so gut Bescheid, weil die Hersteller der Amphoren ihr Siegel in diese Tongefäße drückten. Das Zentrum des Weinhandels - auch für die Produkte aus Sorrent - war damals Pompeji. Wir wissen, dass dort einige höchst erfolgreiche Weinhändler ihre Kontore besaßen. Zeugnisse davon sind das großartige Haus der Vettier, denen der Weinhandel zu solchem Erfolg verholfen hatte, und die großzügigen Spenden eines Holconius Rufus, dessen Ehrenstatue wir im Museum von Neapel bewundern können. Erst kürzlich hat man wieder eine Ladung von Amphoren auf dem Meeresboden entdeckt, die alle aus Sorrent stammten. Vertrieben wurden sie von der Familie Lassii, einer alteingesessenen oskischen Familie. Der Weinbau in Sorrent wurde jedoch nicht erst von den Römern, sondern schon von den Griechen im 6. Jh. v.Chr. eingeführt. Noch heute gibt es zwei Reben, die man linguistisch auf die Griechen zurückführen kann. Da ist zum einen die Rebe greco, eine Traube, die die Basis des berühmten Weißweins Greco del Tufo abgibt, der im Hinterland von Avellino angebaut wird. Die entsprechende Rotweintraube heißt “Aglianico”; sie ist sprachlich eine Verballhornung von “hellenikon - ellenikon”, d.h. die “griechische”.

Anbau in der Antike

Plinius widmet das 14. seiner Enzyklopädie dem Weinbau. Ausführlich beschreibt er dort, wie der Wein in der Campania gezogen wird. Das geschieht weder mit Hilfe der Pergola noch mit einzelnen Rebstöcken. Vielmehr werden die Reben an Bäumen, bevorzugt an Pappeln (populus) und Ulmen (ulmus) und am Ahorn (acero campestre) hochgezogen. Dies war die traditionelle Art der Rebkultur bis vor wenige Jahren. Es kann dem heutigen Besucher bei seinen Wanderungen im Hinterland passieren, dass er diese Art der Rebzucht noch sieht. Als Hackert in Sorrent war (Bild) war diese die gängige Art der Rebzucht. Sie hatte – wie jede Mischkultur - den Vorteil, dass Schädlinge weniger Schaden anrichteten, da die Reben nicht dicht an dicht standen. Gefährlich war jedoch die Ernte. Plinius beschreibt, dass man den Arbeitern die Versorgung der Hinterbliebenen garantieren musste, falls dieser vom Baum fiel und sich das Genick brach. Ein weiterer Nachteil war, dass man bis zu 9 Jahre warten musste, bis man den ersten Wein ernten konnte. Dafür waren die Trauben im Schutz der Bäume besser gegen Frost und Hagel geschützt. Außerdem konnte man die darunterliegende Erde für den Anbau von Gemüse nutzen. Alle antiken Schriftsteller, die sich mit Wein beschäftigten, wie Plinius, Columella und Polybius berichten, dass diese Art der Rebzucht höhere Erträge, aber nicht unbedingt bessere Qualitäten hervorbringt.

Traubensorten

Wir wissen, dass die Römer die noch heute gebräuchlichen Sorten l'Aglianico und Primitvo anpflanzten. Heute gibt es ferner diese Sorten, die alle als autochthon (ursprünglich) gelten: Uva del Sabato, Uva del Convento, Piedirosso für Rotweine, Biancolella, Falanghina und Greco für Weißweine. Erfreulich, dass kaum internationale Modesorten wie Cabernet, Chardonay zu finden sind.

Strada del vino della Penisola Sorrentina

Es gibt heute eine Weinstraße, an der diese Gemeinden liegen: Gragnano, Vico Equense, Meta di Sorrento, Piano di Sorrento, S.Agnello, Sorrento e Massa Lubrense.

Gesetzliche Herkunftsbezeichnung

Im Jahre 1994 wurde dem Wein von Sorrent das Qualitätsprädikat (Denominazione d’ Origine Controllata, kurz D.O.C) zuerkannt. Er nennt sich "Penisola Sorrentina D.O.C." Wein von Sorrent direkt trägt zusätzlich die Bezeichnung „Sorrento“ und hat etwas höhere Qualitätsanforderungen.

Der Weißwein zeigt diese Zusammensetzung: Falanghina mind. 40%, Biancolella und/odero Greco maximal 20%, andere Sorten maximal 40 %. Der Alkoholgehalt muss mind. 10% betragen. Der Ertrag ist auf 100 Tonnen./ha beschränkt. Erscheint auf dem Etikett die Subzone Sorrento, muss der Alkoholgehalt 11% sein.

Für den Penisola Sorrentina Sorrento Rosso oder den "Rosso Frizzante Naturale" (Perlwein) gelten diese Anforderungen: mind. Piedirosso 40%, Olivella und/oder max. 20% Aglianico, andere Sorten max. 40%. Mindestalkohol 101%. Diese Weine werden bevorzugt in den Gemeinden Lettere und Gragnano angebaut.

Erzeuger

Die größten Erzeuger sind:
Sorrento, Gioacchino De Angelis Vini Pregiati di Sorrento
80067 Sorrento (NA) - 14, Via Marziale. fax: 081 8785382

Azienda Vinicola La Mura Sebastiano
Via Stabia, 733 - 80057 S. Antonio Abate
Tel. 0818741452. www.vinicolalamura.it

Önotheken in Sorrent

Enoteca Ozio E Figli
65, Via Fuoro, tel: 081 8071585

Enoteca L'Alambicco di Coppola Carlo
15, Via S. Cesareo, Tel: 081 8073339